ABSCHLUSSVERANSTALTUNG

 

 

"Ein Denkmal für Ute Bock? ODER: Ute Bock und Dr. Karl Lueger treffen sich vorm Café Prückel und reden über Menschen, Politik und natürlich: Wien."

 

Sonntag, 19.5., 14h

Dr.-Karl-Lueger-Platz, 1010 Wien

 

Bei Fragen oder Schlechtwetter: +43 680 3375 735

Wir laden herzlich zur Abschlussveranstaltung am letzten Tag des temporären Denkmals für Ute Bock am Karl-Lueger-Platz ein.

 

Es war eine gute Zeit. Das möchten wir gemütlich feiern.

Wir werden aus diesem Anlass ein weiteres Mal lesen:
In dieser Lecture-Performance von Ines Hochgerner und Peter Fritzenwallner werden Ausschnitte aus Brigitte Hamann's Buch "Hitlers Wien, Lehrjahre eines Diktators"(München/Berlin 1996) den Politikerzitaten aus Doron Rabinovici's und Florian Klenk's Theaterstück "Alles kann passieren!" gegenübergestellt.
Dabei geht es weniger um eine ideologische Argumentationsführung unsererseits, sondern um den Versuch, die Aufmerksamkeit auf die Sprache selbst zu lenken:

"Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor andern, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag (...) Die Aussagen eines Menschen mögen verlogen sein - im Stil seiner Sprache liegt sein Wesen hüllenlos offen. (...)"
Victor Klemperer: LTI. Notizbuch eines Philologen, 1947

Aus: Doron Rabinovici/Florian Klenk: „Alles kann passieren!“ Ein Polittheater © 2018 Paul Zsolnay Verlag Ges.m.b.H., Wien
Mit freundlicher Genehmigung

 

Foto: Rudolf Strobl, © Ines Hochgerner & Peter Fritzenwallner (Verein für kritische Ästhetik)
Das Banner Motiv beinhaltet ein Foto von Felicitas Kruse.


DENKMAL-PFLEGE

 

Das Ute-Bock-Denkmal lässt für drei Wochen einen Raum für Dialoge am Dr.-Karl-Lueger-Platz entstehen. Wir - Ines Hochgerner und Peter Fritzenwallner - werden in dieser Zeit zu folgenden Terminen für Gespräche vor Ort sein.
Bei Fragen oder Schlechtwetter: +43 680 3375 735


Freitag, 3.5., 15 - 18h
Samstag, 4.5., 15 - 18h
Sonntag, 5.5., 11 - 13h leider ABGESAGT! es regnet

Montag, 6.5. 16 - 18h
Dienstag, 7.5., 15 - 18h
Mittwoch, 8.5., 14 - 16h
Donnerstag, 9.5., 16 - 18h
Freitag, 10.5., 15 - 18h
Samstag, 11.5., LESUNG - Infos werden noch bekannt gegeben
Sonntag, 12.5., 14-16h

Montag, 13.5., 16 - 18h
Dienstag, 14.5., 15 - 18h
Mittwoch, 15.5., 16 - 18h
Donnerstag, 16.5., 16 - 18h
Freitag, 17.5., 15 - 17h
Samstag, 18.5., 15 - 18h
Sonntag, 19.5., Abschlussveranstaltung - Infos folgen

mail: studio[at]ineshochgerner.com   &   peterfritzenwallner[at]gmail.com

 

Foto: Rudolf Strobl, © Ines Hochgerner & Peter Fritzenwallner (Verein für kritische Ästhetik)
Das Banner Motiv beinhaltet ein Foto von Felicitas Kruse.


Ein denkmal für ute bock?

ODER: Ute Bock und Dr. Karl Lueger treffen sich vorm Café Prückel und reden über Menschen, Politik und natürlich: Wien.

 

Eröffnung: Freitag, 26.4.2019, 15:00

Aufstellungsdauer: 27.4. - 20.5.2019

Dr. Karl Lueger Platz, 1010 Wien

Bei Fragen: +43 680 3375 735

 

Foto: Rudolf Strobl

Ein Projekt von Peter Fritzenwallner & Ines Hochgerner (Kulturverein für kritische Ästhetik) gefördert von Kunst im öffentlichen Raum GmbH (KÖR), der Universität für angewandte Kunst Wien und dem Otto-Mauer-Fonds. Mit freundlicher Unterstützung vom Flüchtlingsprojekt Ute Bock.

Das Motiv des Banners beinhaltet ein Foto von Felicitas Kruse.

 

 

Personenbezogene Denkmäler sind grundsätzlich problematisch: Warum? Weil sie eine Einzelperson aus einer Menge herausheben und zu Vorbildern, Rollenmodellen, Helden machen. Abgesehen davon stehen Denkmäler für Einzelpersonen normalerweise allein und führen quasi ein „Selbstgespräch“. So auch Dr. Karl Lueger auf seinem Platz beim Stubentor. Um aus dem Selbstgespräch einen Dialog zu machen, stellen wir ihm Ute Bock als Gesprächspartnerin flankiert von zwei Schutzsuchenden für drei Wochen als temporäres Denkmal gegenüber.

 

Eröffnung: Freitag, 26.4. 15h

Ort: Dr.-Karl-Lueger-Platz, 1010 Wien

Aufstellungsdauer: 27.4. - 20.5. 2019

 

Zur Eröffnung sprechen:

Martina Taig, Kunst im öffentlichen Raum GmbH

Gustav Schörghofer SJ, Otto Mauer Fonds

Ariane Baron, Flüchtlingsprojekt Ute Bock

Thomas J. Klein, Bezirksrat 1. Bezirk

Martin Krenn, Universität für angewandte Kunst Wien

 

Der Dr. Karl Lueger Platz und sein Denkmal am Stubenring im 1. Bezirk werden immer wieder kritisiert und für künstlerische Projekte oder politische Initiativen angefragt – wie zuletzt im Jänner 2018, als nach dem Tod der Flüchtlingshelferin Ute Bock der Vorschlag auftauchte, den Dr.-Karl-Lueger-Platz in Ute Bock-Platz umzubenennen.

Diese zivilgesellschaftliche Initiative, sowie die Begründung mit der sie abgelehnt wurde – „Die Geschichte der Stadt wollen wir nicht auslöschen“ (so eine Sprecherin des damaligen Kulturstadtrats) - war der Auslöser für das Projekt.

 

Beide Positionen waren für uns nachvollziehbar: sowohl das Bedürfnis schwierigen historischen Positionen etwas entgegenzusetzen, als auch eben diese dennoch sichtbar zu lassen. Genau diese Problematik interessierte uns. Deshalb stellte sich uns die Frage, wie es möglich wäre eine dialogische Situation herzustellen, die sich auch der grundsätzlichen Problematik personenbezogener Denkmäler (Personenkult oder Rollenmodell) stellt.

 

Das visuelle Ergebnis dieser Fragestellung steht nun temporär auf der Rasenfläche als Denkmal für Ute Bock dem Lueger-Denkmal gegenüber.

 

mail: studio[at]ineshochgerner.com   &   peterfritzenwallner[at]gmail.com

 

 

Vielen Dank an: www.fraubock.at

Vielen Dank an Felicitas Kruse.